internettiges
Das Goomobil, Du weißt es sicher edler Fremder, ist heutzutags der weitesverbreitete Lieferwagen im Cyberspace, ein Vehikel, das sich hauptsächlich Gewerbetreibende anschaffen. Ich bin auch so ein selbstständig Schaffender, Gewerbetreibender trau ich mich ja fast nicht nennen, weil ich bin nur ein kleiner Einzelkämpfer, der vom Wohnzimmer aus ein paar Kunden beglückt.
Bis jetzt verwende ich für meine beruflich bedingten Fahrten (z.B. Sumpfgurken liefern) immer mein Goocycle, das wie Du sicher auch weißt, praktisch das einzige Fortbewegungsmittel ist, das man verwenden kann, wenn man sich im Web bewegen muss. Es ist im Prinzip an allen Ecken kostenlos zu haben, aber es ist ohne Motor und das machts eben manchmal schon etwas mühselig. Aber was solls, bin ja noch recht rüstig und kann da mit anderen Sumpfgurkenlieferanten ganz gut mithalten. Meistens bin ich auch ganz vorne dabei, wenns ums Liefern geht, weil, weißt eh, wie schon der Michail Sergejewitsch sagte: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“. Das gilt vor allem für den Sumpfgurkenmarkt. Wenn Du als Elfter beim Kunden bist, waren schon zehn andere vor Dir, die ihm alles geliefert haben was er braucht.
Wie das so ist, wenn viele das Gleiche erreichen wollen, sind immer ein paar dabei, die sich mit Tricks nach vorne schwindeln. Da werden Achsen poliert, Teile getauscht, verbotene und höchst ungesunde Substanzen geschluckt und was man sonst noch von den SEOs und der Tour de France kennt.
Wennst nicht hinten nach fahren willst, mußt Du ganz einfach mitmachen. Also hab ich auch mein Goocycle ordentlich hergerichtet, sauber gemacht und alles gut geölt. Ich selbst hab mir die Haare ganz kurz geschnitten, weil das windschlüpfriger ist. Ich hab aber nie irgendwelche giftigen Substanzen zu mir genommen, wenn man von einem Glas Rotwein hie und da absieht. Aber das ist ja als Medizin anerkannt. Aber sonst nix!
Sogar das Rauchen hab ich mir abgewöhnt! Aber nicht nur weils gesünder ist und man dann das Goocycle besser treten kann, nein, vor allem natürlich auch, weil ich Angst vor den Weisen vom Mountain View habe, die darüber wachen, dass alles nach Ihren Regeln abläuft. Rauchen ist ja an sich nicht verboten, ich meine vom Gesetz, das in der realen Welt gilt, aber wenn die kalifornischen Halbgötter sagen, Rauchen mögens nicht, dann lasst mans besser, wenn man ein Goocycle haben und seine Kunden erreichen will.
Also, der langen Rede kurzer Sinn ist, dass ich, weil ich bei einigen Kunden nicht richtig angekommen bin, mich doch entschlossen habe. mir ein Goomobil anzuschaffen. Ein schwerer Entschluss war es, weil jetzt hört sich die Kostenlosigkeit auf und zwar ganz, weil die Lords of Mountain View die langen ordentlich zu. OK, das System ist fair, Du musst nur zahlen, wenn sich auch wirklich was bewegt. Steht das Kreibl, dann kosts nix, erst wenn Du fährst, also wennst Deinem Kunden näher kommst, dann brennst, aber wie ein Luster.
Also hab ich angefangen, hab mir alles eingerichtet, den Sitz vorgeschoben, denn ich hab ein bissl kurze Beine, den Spiegel gerichtet und auf gehts.
Aber schon nach kurzer Fahrt habe ich gemerkt, so bsonders schnell ist das nicht, höchstens 70 geht’s übers Land. Nur in der Stadt, wie ichs erste Mal nach Wien rein gefahren bin, da würd es plötzlich gehn, wie die Feuerwehr. Und dann das erste Mal bei der Tankstelle, da hat mich fast der Schlag gestreift: 17 (siebzehn) Liter auf hundert Kilometer. Jo Sakra!
Na schau ich auf die Instrumente im Cockpit, da steht, dass der verwendete Treibstoff schlecht ist, einen schlechten Qualitätsfaktor hat. Es steht aber nirgends, wie ein ordentlicher Treibstoff sein soll und wo man solchen bekommt. Und an der Relevanz haperts auch. Das versteh ich überhaupt nicht, weil ich hab mir extra einen aus Sumpfgurken gebrannten Sprit beschafft und zur Schmierung verwende ich nur feinstes Sumpfgurkenkernöl! Dann lese ich alle Gebrauchsanleitungen sorgfältig durch. Da finden sich einerseits so Anleitungen, wie „Wenn Sie nach links fahren wollen, drehen Sie das Lenkrad gegen den Uhrzeigersinn“ oder eine genaue Anleitung wie man die Luftfeuchtigkeit über den Rücksitzen misst und wie sich diese bei wie vielen dort sitzenden Personen verändert. Alles wahnsinnig hilfreich.
Na da denk ich mir, da hilft nur der Besuch einer Goomobilniederlassung. Also auf geht’s!
Ist ja nicht weit und bin ich bald dort. Die Werkstätte ist im Stil wie ihn die Leute aus Kalifornien lieben, schlicht und ohne Schnörkel, schon fast spartanisch. Da stehen auch schon ein paar Goomobils samt deren Driver herum. Einer sagt mir gleich, dass momentan keine Leute vom Googlisterium da sind. Der Grzegorz ist momentan auf Heimaturlaub in Wroclaw (sprich Rozwaw), die Ludmilla ist heute unpässlich und der Bobbie sollte da hier wo sein, isser aber nicht.
Die Goomobiler, die da herumstehen, unterhalten sich angeregt. Wie ich schnell heraushöre, weiß keiner so recht wie was geht, obwohl einige sich „Topdriver“ nennen. An der Wand hängt ein Schild „Falls hier geschlossen, wenden Sie sich an ...“ hier folgt eine Liste von Vertragswerkstätten. Da steht auch einer von denen, der hat seinen Abschleppwagen gleich dabei. Wie ich das Gespräch auf mein Problem der schlechten Qualität des Treibstoffs bringe, kommt mitleidiges Lächeln in die Runde: „ Das weiß keiner, vermutlich nur eine Ausrede, damit der Kilometerpreis nicht zu schnell sinkt.“
Der mit dem Abschleppwagen, ein zertifizierter Vertragsmechaniker, bietet mir an, sich meines Problems anzunehmen. Er gibt mir auch gleich die Preisliste: Motorhaube öffnen = 100 Euro, Ölstab herausnehmen, abwischen, wieder rein und raus, Ölstand kontrollieren = 233 Euro, usw. Mindestauftragshöhe 1.000 Euro, zahlbar im voraus. Ölstand überprüfen trau ich ihm gerade noch zu, was die komplexeren Probleme betrifft, habe ich meine Zweifel. Und für den Ölstand brauch ich keinen Spezialisten.
Und wenn ich mir dann ausrechne, wie viele Sumpfgurken ich verkaufen muss um das wieder reinzukriegen, wird mir schlecht. Da schiebe ich mein Goomobil ums Eck auf den Parkplatz und lass es dort stehen. Hinter dem Scheibenwischer lass ich meine Nachricht:“Wegen zu niedrigem Qualitätsfaktor retour!“
Zu Hause schwinge ich mich wieder auf mein Goocycle, das ist das richtige Vehikel für einen kleinen Mann wie mich.
Bis jetzt verwende ich für meine beruflich bedingten Fahrten (z.B. Sumpfgurken liefern) immer mein Goocycle, das wie Du sicher auch weißt, praktisch das einzige Fortbewegungsmittel ist, das man verwenden kann, wenn man sich im Web bewegen muss. Es ist im Prinzip an allen Ecken kostenlos zu haben, aber es ist ohne Motor und das machts eben manchmal schon etwas mühselig. Aber was solls, bin ja noch recht rüstig und kann da mit anderen Sumpfgurkenlieferanten ganz gut mithalten. Meistens bin ich auch ganz vorne dabei, wenns ums Liefern geht, weil, weißt eh, wie schon der Michail Sergejewitsch sagte: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“. Das gilt vor allem für den Sumpfgurkenmarkt. Wenn Du als Elfter beim Kunden bist, waren schon zehn andere vor Dir, die ihm alles geliefert haben was er braucht.
Wie das so ist, wenn viele das Gleiche erreichen wollen, sind immer ein paar dabei, die sich mit Tricks nach vorne schwindeln. Da werden Achsen poliert, Teile getauscht, verbotene und höchst ungesunde Substanzen geschluckt und was man sonst noch von den SEOs und der Tour de France kennt.
Wennst nicht hinten nach fahren willst, mußt Du ganz einfach mitmachen. Also hab ich auch mein Goocycle ordentlich hergerichtet, sauber gemacht und alles gut geölt. Ich selbst hab mir die Haare ganz kurz geschnitten, weil das windschlüpfriger ist. Ich hab aber nie irgendwelche giftigen Substanzen zu mir genommen, wenn man von einem Glas Rotwein hie und da absieht. Aber das ist ja als Medizin anerkannt. Aber sonst nix!
Sogar das Rauchen hab ich mir abgewöhnt! Aber nicht nur weils gesünder ist und man dann das Goocycle besser treten kann, nein, vor allem natürlich auch, weil ich Angst vor den Weisen vom Mountain View habe, die darüber wachen, dass alles nach Ihren Regeln abläuft. Rauchen ist ja an sich nicht verboten, ich meine vom Gesetz, das in der realen Welt gilt, aber wenn die kalifornischen Halbgötter sagen, Rauchen mögens nicht, dann lasst mans besser, wenn man ein Goocycle haben und seine Kunden erreichen will.
Also, der langen Rede kurzer Sinn ist, dass ich, weil ich bei einigen Kunden nicht richtig angekommen bin, mich doch entschlossen habe. mir ein Goomobil anzuschaffen. Ein schwerer Entschluss war es, weil jetzt hört sich die Kostenlosigkeit auf und zwar ganz, weil die Lords of Mountain View die langen ordentlich zu. OK, das System ist fair, Du musst nur zahlen, wenn sich auch wirklich was bewegt. Steht das Kreibl, dann kosts nix, erst wenn Du fährst, also wennst Deinem Kunden näher kommst, dann brennst, aber wie ein Luster.
Also hab ich angefangen, hab mir alles eingerichtet, den Sitz vorgeschoben, denn ich hab ein bissl kurze Beine, den Spiegel gerichtet und auf gehts.
Aber schon nach kurzer Fahrt habe ich gemerkt, so bsonders schnell ist das nicht, höchstens 70 geht’s übers Land. Nur in der Stadt, wie ichs erste Mal nach Wien rein gefahren bin, da würd es plötzlich gehn, wie die Feuerwehr. Und dann das erste Mal bei der Tankstelle, da hat mich fast der Schlag gestreift: 17 (siebzehn) Liter auf hundert Kilometer. Jo Sakra!
Na schau ich auf die Instrumente im Cockpit, da steht, dass der verwendete Treibstoff schlecht ist, einen schlechten Qualitätsfaktor hat. Es steht aber nirgends, wie ein ordentlicher Treibstoff sein soll und wo man solchen bekommt. Und an der Relevanz haperts auch. Das versteh ich überhaupt nicht, weil ich hab mir extra einen aus Sumpfgurken gebrannten Sprit beschafft und zur Schmierung verwende ich nur feinstes Sumpfgurkenkernöl! Dann lese ich alle Gebrauchsanleitungen sorgfältig durch. Da finden sich einerseits so Anleitungen, wie „Wenn Sie nach links fahren wollen, drehen Sie das Lenkrad gegen den Uhrzeigersinn“ oder eine genaue Anleitung wie man die Luftfeuchtigkeit über den Rücksitzen misst und wie sich diese bei wie vielen dort sitzenden Personen verändert. Alles wahnsinnig hilfreich.
Na da denk ich mir, da hilft nur der Besuch einer Goomobilniederlassung. Also auf geht’s!
Ist ja nicht weit und bin ich bald dort. Die Werkstätte ist im Stil wie ihn die Leute aus Kalifornien lieben, schlicht und ohne Schnörkel, schon fast spartanisch. Da stehen auch schon ein paar Goomobils samt deren Driver herum. Einer sagt mir gleich, dass momentan keine Leute vom Googlisterium da sind. Der Grzegorz ist momentan auf Heimaturlaub in Wroclaw (sprich Rozwaw), die Ludmilla ist heute unpässlich und der Bobbie sollte da hier wo sein, isser aber nicht.
Die Goomobiler, die da herumstehen, unterhalten sich angeregt. Wie ich schnell heraushöre, weiß keiner so recht wie was geht, obwohl einige sich „Topdriver“ nennen. An der Wand hängt ein Schild „Falls hier geschlossen, wenden Sie sich an ...“ hier folgt eine Liste von Vertragswerkstätten. Da steht auch einer von denen, der hat seinen Abschleppwagen gleich dabei. Wie ich das Gespräch auf mein Problem der schlechten Qualität des Treibstoffs bringe, kommt mitleidiges Lächeln in die Runde: „ Das weiß keiner, vermutlich nur eine Ausrede, damit der Kilometerpreis nicht zu schnell sinkt.“
Der mit dem Abschleppwagen, ein zertifizierter Vertragsmechaniker, bietet mir an, sich meines Problems anzunehmen. Er gibt mir auch gleich die Preisliste: Motorhaube öffnen = 100 Euro, Ölstab herausnehmen, abwischen, wieder rein und raus, Ölstand kontrollieren = 233 Euro, usw. Mindestauftragshöhe 1.000 Euro, zahlbar im voraus. Ölstand überprüfen trau ich ihm gerade noch zu, was die komplexeren Probleme betrifft, habe ich meine Zweifel. Und für den Ölstand brauch ich keinen Spezialisten.
Und wenn ich mir dann ausrechne, wie viele Sumpfgurken ich verkaufen muss um das wieder reinzukriegen, wird mir schlecht. Da schiebe ich mein Goomobil ums Eck auf den Parkplatz und lass es dort stehen. Hinter dem Scheibenwischer lass ich meine Nachricht:“Wegen zu niedrigem Qualitätsfaktor retour!“
Zu Hause schwinge ich mich wieder auf mein Goocycle, das ist das richtige Vehikel für einen kleinen Mann wie mich.
OidaHabara - am Donnerstag, 16. September 2010, 07:49 - Rubrik: internettiges
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Natürlich ist es lästig jeden Tag X Emails zu bekommen, die man nicht verlangt hat (Definition von Spam) Werbung für allen möglichen Mist der niemand interessiert. Andererseits ist es 10 Sekunden Arbeit um diese Emails zu löschen, wenn man sie nicht schon vorher aussortiert hat.
Es ist auch nicht angenehm ähnliches per Fax zu erhalten oder von irgendeinem Keiler, der seine Versicherungen loswerden will, angerufen zu werden.
Deswegen sind all diese häßlichen Dinge verboten und werden im Ernstfall mit relativ hohen Strafen belegt. Ist irgendwo einzusehen und gerechtfertigt, oder?
Schon, ...aber:
Was ist mit den Werbebriefen, die ständig meinen Briefkastern zum Überquellen bringen, mit den Prospekten die täglich säckeweise an der Wohnungstür hängen?
Was ist mit dem Werbespot im Fernsehen wo mir eine schwachsinnige Fersehfamilie die Waren eines bekannten Möbelhauses einreden will, warum darf mich von jeder Plakatwand der Politiker angrinsen, der mir so höchst zuwieder ist.
Das alles ist erlaubt!
Konsequenterweise müßte man alle Werbung verbieten, und/oder von einer vorherigen Zustimmung abhängig machen.
Wäre doch lustig, wenn mich Herr Hartlauer vorher fragen müßte, ob er mir abends in einem seiner intelligenten Werbespots erscheinen darf.
Klar man kann die Werbung, die Milliarden kostet und bringt nicht verbieten, das wäre volkswirtschaftlich kontraproduktiv. Und auch klar, daß Werbung sein muß und zig Lobbies wachen darüber, daß da ja nix passiert.
Emails, Faxe, Anrufe, das kann sich jeder leisten, weil es sich jeder selber machen kann, die Kosten oder Einkünfte sind so minimal, daß sie niemanden aufregen. Daher sind das Werbeformen die für junge Selbstständige, die sowieso kein, oder wenig Geld haben, optimal wären.
Da sollte man vielleich doch auch differenzieren. Wenn ich einem Gewerbetreibenden meine seriösen Dienste anbiete sollte das doch ein Unterschied sein zu dem Angebot an einen Privaten sein bestes Stück endlich in repräsentative Dimensionen zu bringen.
Also ich kann auf diese nahezu kostenlosen, schnellen und zeitgemäßen Werbeformen nicht verzichten.
Ich bekenne: ich schreibe Emails in übersehbarer Menge mit konkreten Angeboten an Gewerbetreibende, ich versende Fax und ich mache Telefonaquisition ohne vorher zu fragen ob ich darf.
Deshalb: „pro Spam!"
Es ist auch nicht angenehm ähnliches per Fax zu erhalten oder von irgendeinem Keiler, der seine Versicherungen loswerden will, angerufen zu werden.
Deswegen sind all diese häßlichen Dinge verboten und werden im Ernstfall mit relativ hohen Strafen belegt. Ist irgendwo einzusehen und gerechtfertigt, oder?
Schon, ...aber:
Was ist mit den Werbebriefen, die ständig meinen Briefkastern zum Überquellen bringen, mit den Prospekten die täglich säckeweise an der Wohnungstür hängen?
Was ist mit dem Werbespot im Fernsehen wo mir eine schwachsinnige Fersehfamilie die Waren eines bekannten Möbelhauses einreden will, warum darf mich von jeder Plakatwand der Politiker angrinsen, der mir so höchst zuwieder ist.
Das alles ist erlaubt!
Konsequenterweise müßte man alle Werbung verbieten, und/oder von einer vorherigen Zustimmung abhängig machen.
Wäre doch lustig, wenn mich Herr Hartlauer vorher fragen müßte, ob er mir abends in einem seiner intelligenten Werbespots erscheinen darf.
Klar man kann die Werbung, die Milliarden kostet und bringt nicht verbieten, das wäre volkswirtschaftlich kontraproduktiv. Und auch klar, daß Werbung sein muß und zig Lobbies wachen darüber, daß da ja nix passiert.
Emails, Faxe, Anrufe, das kann sich jeder leisten, weil es sich jeder selber machen kann, die Kosten oder Einkünfte sind so minimal, daß sie niemanden aufregen. Daher sind das Werbeformen die für junge Selbstständige, die sowieso kein, oder wenig Geld haben, optimal wären.
Da sollte man vielleich doch auch differenzieren. Wenn ich einem Gewerbetreibenden meine seriösen Dienste anbiete sollte das doch ein Unterschied sein zu dem Angebot an einen Privaten sein bestes Stück endlich in repräsentative Dimensionen zu bringen.
Also ich kann auf diese nahezu kostenlosen, schnellen und zeitgemäßen Werbeformen nicht verzichten.
Ich bekenne: ich schreibe Emails in übersehbarer Menge mit konkreten Angeboten an Gewerbetreibende, ich versende Fax und ich mache Telefonaquisition ohne vorher zu fragen ob ich darf.
Deshalb: „pro Spam!"
OidaHabara - am Dienstag, 8. Juli 2003, 13:34 - Rubrik: internettiges
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In der Inseratenabteilung meiner Site finden Sie unter der Rubrik "Geschäftliches" jede Menge toller Angebote:
- Sie möchten Ihr eigener Chef sein ?
- VON ZUHAUSE AUS GELD VERDIENEN?
- Dein Weg zum Erfolg
- IHR NÄCHSTER NEUWAGEN---GRATIS!!!
- TOP-Nebenjob für Jedermann!!
- Verdienen Sie 50000 Euro in 90 Tagen!
Das sind nur ein paar Originalüberschriften von Inseraten, die ich gerade herauskopiert habe. Klingen ja alle verlockend, odrrr? Und wenn sich soviele damit beschäftigen muß ja was dahinter sein.
Ja was da dahinter ist, ist bei allen ziemlich das Gleiche, man nennt es MLM, Networking, Strukturverkauf, wenn man freundlich dazu steht, oder aber Pyramiden-, Kettenbrief- oder Schneeballsystem, wenn man es weniger mag.
Das System ist überall das Gleiche,
1. Ebene: Sie gewinnen 10 Leute die unter Ihnen arbeiten,
2. Ebene: jeder von diesen 10 wirbt wieder 10 Leute die unter ihm (und unter Ihnen natürlich!) arbeiten, sind 100 Leute
3. Ebene: jeder von diesen 100 wirbt wieder 10 Leute die unter ihm (und unter Ihnen natürlich!) arbeiten, sind 1.000 Leute
4. Ebene: jeder von diesen 1.000 wirbt wieder 10 Leute die unter ihm (und unter Ihnen natürlich!) arbeiten, sind 10.000 Leute
5. Ebene: jeder von diesen 10.000 wirbt wieder 10 Leute die unter ihm (und unter Ihnen natürlich!) arbeiten, sind 100.000 Leute
6. Ebene: jeder von diesen 100.000 wirbt wieder 10 Leute die unter ihm (und unter Ihnen natürlich!) arbeiten, sind 1,000.000 Leute
Jetzt muß man sich noch vorstellen, Sie bekommen natürlich von jedem dieser 1,000.000 Sklaven, die willig für Sie malochen Provisionen, eh klar! Also wenn Sie an jedem dieser armen Fronschweine 1 Cent verdienen sind das, .. Moment.... 10.000 Euro !! I werŽ narrisch!!
Jetzt stellen Sie sich vor, das basiert darauf, daß Sie lediglich 10 Leute werben (und die 10 Leute...), was ist wenn Sie beispielsweise 20 werben? Sind schon 2,000.000 Hackler unter Ihnen! Mindestens!! A Wahnsinn!!
Obige Berechnung geht nur 6 Ebenen (MehrEbenen=MultiLevel) tief, was ist, wenn es z.B. noch 3 Ebenen weitergeht? Dann arbeiten schon 1,000.000.000 (1 Milliarde!) Leute für Sie! Also so ziemlich alle auf dieser Welt die des Lesens und Schreibens fähig sind. Von den Verdienstmöglichkeiten will ich jetzt gar nicht mehr reden.
Vorher habe ich erwähnt, daß Provisionen ausgezahlt werden. Da wird also was verkauft ?!? Was eigentlich?
Das erfahren Sie erst nach einigen Schwierigkeiten. Rufen Sie einmal so einen Networker an und fragen Sie ihn worum es geht, was sie verkaufen. Oder schauen Sie auf eine dieser tollen Internetseiten.
Da ist von lustvollem Arbeiten von zuhause, hurtig angehäuftem Vermögen und allem Möglichen die Rede, aber verkaufen, nein verkaufen brauchen Sie nix! Ihre Millionen von Sklaven, die verkaufen vielleicht für Sie. Das Listige dabei ist, daß natürlich jeder Ihrer unzähligen Sklaven wieder unzählige Sklaven für sich arbeiten hat und natürlich jeder Einzelne in kürzester Zeit reich werden wird, so stehtŽs überall!
Was debattieren wir da über Pensionsreformen? In ein paar Monaten sind wir sowieso alle reich. Alle die mit machen!
Na ja, Sie müssen natürlich zuerst als Einstand um 77,77 Euro (oder so) ein Starterset kaufen. IsŽja klar, wenn Sie arbeiten, müssen Sie was von der Firma, die Sie reich macht, und deren Organisation wissen. Sie brauchen vielleicht einen Bestellblock und einen Kugelschreiber. Und das kostet natürlich.
Also ganz ehrlich, Žs ist doch auch im normalen Leben so: selbstverständlich müssen Sie als Sekretärin zu Arbeitsantritt einen Satz Bürosoftware kaufen, oder als Mechaniker bringen Sie natürlich einen ordentlich gefüllten Werkzeugkoffer mit. Sonst können SŽ ja nicht arbeiten, odrrrr?
Und wenn Sie schnell reich werden wollen, dann müssen Sie natürlich auch ein bissl was lernen. Die Firma in ihrer grenzenlosen Güte stellt Ihnen dazu Unmengen von (wertlosem?) Schulungsmaterial zur Verfügung. Daß das a bissl was kostet, das sehn Sie doch ein?!
Im übrigen verkauft die Firma (jetzt erfahren SieŽs endlich) tolle Kosmetik (Potenzmittel, Hundefutter, was auch immer) und es wäre natürlich empfehlenswert ein Handlager um schlappe 111,11 Euro (oder so) anzuschaffen. Sie wollen doch Ihre zukünftigen Kunden (Mizzitante, Franzionkel, Kusine Lintschi, Nachbar Maier) schnell beliefern. Also wollen Sie jetzt ein richtiger Businessman sein und schnell reich werden, oder nicht?? Na also!
Nachdem Sie in Ihrem nächsten Umfeld (Mizzitante, Franzionkel, Kusine Lintschi, Nachbar Maier) was verkauft haben (die können nicht gut nein sagen) kommen Sie drauf, daß das Zeug nix besonderes ist, aber dafür ziemlich teuer.
Dann merken Sie auch, daß Verkaufen doch ziemlich hart ist und die Millionen Sklaven, die doch für Sie arbeiten sollten auch nicht so leicht zu finden sind. Und die paar die Sie finden tun nix.
Da sind sicher ein paar Leute, die an Ihren Investitionen verdienen, aber Sie ?
Vielleicht sollten Sie Ihren jetzigen Job doch nicht gleich kündigen?
- Sie möchten Ihr eigener Chef sein ?
- VON ZUHAUSE AUS GELD VERDIENEN?
- Dein Weg zum Erfolg
- IHR NÄCHSTER NEUWAGEN---GRATIS!!!
- TOP-Nebenjob für Jedermann!!
- Verdienen Sie 50000 Euro in 90 Tagen!
Das sind nur ein paar Originalüberschriften von Inseraten, die ich gerade herauskopiert habe. Klingen ja alle verlockend, odrrr? Und wenn sich soviele damit beschäftigen muß ja was dahinter sein.
Ja was da dahinter ist, ist bei allen ziemlich das Gleiche, man nennt es MLM, Networking, Strukturverkauf, wenn man freundlich dazu steht, oder aber Pyramiden-, Kettenbrief- oder Schneeballsystem, wenn man es weniger mag.
Das System ist überall das Gleiche,
1. Ebene: Sie gewinnen 10 Leute die unter Ihnen arbeiten,
2. Ebene: jeder von diesen 10 wirbt wieder 10 Leute die unter ihm (und unter Ihnen natürlich!) arbeiten, sind 100 Leute
3. Ebene: jeder von diesen 100 wirbt wieder 10 Leute die unter ihm (und unter Ihnen natürlich!) arbeiten, sind 1.000 Leute
4. Ebene: jeder von diesen 1.000 wirbt wieder 10 Leute die unter ihm (und unter Ihnen natürlich!) arbeiten, sind 10.000 Leute
5. Ebene: jeder von diesen 10.000 wirbt wieder 10 Leute die unter ihm (und unter Ihnen natürlich!) arbeiten, sind 100.000 Leute
6. Ebene: jeder von diesen 100.000 wirbt wieder 10 Leute die unter ihm (und unter Ihnen natürlich!) arbeiten, sind 1,000.000 Leute
Jetzt muß man sich noch vorstellen, Sie bekommen natürlich von jedem dieser 1,000.000 Sklaven, die willig für Sie malochen Provisionen, eh klar! Also wenn Sie an jedem dieser armen Fronschweine 1 Cent verdienen sind das, .. Moment.... 10.000 Euro !! I werŽ narrisch!!
Jetzt stellen Sie sich vor, das basiert darauf, daß Sie lediglich 10 Leute werben (und die 10 Leute...), was ist wenn Sie beispielsweise 20 werben? Sind schon 2,000.000 Hackler unter Ihnen! Mindestens!! A Wahnsinn!!
Obige Berechnung geht nur 6 Ebenen (MehrEbenen=MultiLevel) tief, was ist, wenn es z.B. noch 3 Ebenen weitergeht? Dann arbeiten schon 1,000.000.000 (1 Milliarde!) Leute für Sie! Also so ziemlich alle auf dieser Welt die des Lesens und Schreibens fähig sind. Von den Verdienstmöglichkeiten will ich jetzt gar nicht mehr reden.
Vorher habe ich erwähnt, daß Provisionen ausgezahlt werden. Da wird also was verkauft ?!? Was eigentlich?
Das erfahren Sie erst nach einigen Schwierigkeiten. Rufen Sie einmal so einen Networker an und fragen Sie ihn worum es geht, was sie verkaufen. Oder schauen Sie auf eine dieser tollen Internetseiten.
Da ist von lustvollem Arbeiten von zuhause, hurtig angehäuftem Vermögen und allem Möglichen die Rede, aber verkaufen, nein verkaufen brauchen Sie nix! Ihre Millionen von Sklaven, die verkaufen vielleicht für Sie. Das Listige dabei ist, daß natürlich jeder Ihrer unzähligen Sklaven wieder unzählige Sklaven für sich arbeiten hat und natürlich jeder Einzelne in kürzester Zeit reich werden wird, so stehtŽs überall!
Was debattieren wir da über Pensionsreformen? In ein paar Monaten sind wir sowieso alle reich. Alle die mit machen!
Na ja, Sie müssen natürlich zuerst als Einstand um 77,77 Euro (oder so) ein Starterset kaufen. IsŽja klar, wenn Sie arbeiten, müssen Sie was von der Firma, die Sie reich macht, und deren Organisation wissen. Sie brauchen vielleicht einen Bestellblock und einen Kugelschreiber. Und das kostet natürlich.
Also ganz ehrlich, Žs ist doch auch im normalen Leben so: selbstverständlich müssen Sie als Sekretärin zu Arbeitsantritt einen Satz Bürosoftware kaufen, oder als Mechaniker bringen Sie natürlich einen ordentlich gefüllten Werkzeugkoffer mit. Sonst können SŽ ja nicht arbeiten, odrrrr?
Und wenn Sie schnell reich werden wollen, dann müssen Sie natürlich auch ein bissl was lernen. Die Firma in ihrer grenzenlosen Güte stellt Ihnen dazu Unmengen von (wertlosem?) Schulungsmaterial zur Verfügung. Daß das a bissl was kostet, das sehn Sie doch ein?!
Im übrigen verkauft die Firma (jetzt erfahren SieŽs endlich) tolle Kosmetik (Potenzmittel, Hundefutter, was auch immer) und es wäre natürlich empfehlenswert ein Handlager um schlappe 111,11 Euro (oder so) anzuschaffen. Sie wollen doch Ihre zukünftigen Kunden (Mizzitante, Franzionkel, Kusine Lintschi, Nachbar Maier) schnell beliefern. Also wollen Sie jetzt ein richtiger Businessman sein und schnell reich werden, oder nicht?? Na also!
Nachdem Sie in Ihrem nächsten Umfeld (Mizzitante, Franzionkel, Kusine Lintschi, Nachbar Maier) was verkauft haben (die können nicht gut nein sagen) kommen Sie drauf, daß das Zeug nix besonderes ist, aber dafür ziemlich teuer.
Dann merken Sie auch, daß Verkaufen doch ziemlich hart ist und die Millionen Sklaven, die doch für Sie arbeiten sollten auch nicht so leicht zu finden sind. Und die paar die Sie finden tun nix.
Da sind sicher ein paar Leute, die an Ihren Investitionen verdienen, aber Sie ?
Vielleicht sollten Sie Ihren jetzigen Job doch nicht gleich kündigen?
OidaHabara - am Montag, 7. Juli 2003, 13:53 - Rubrik: internettiges